Die Kunst des Krieges

Sunzi (alternative Transkription: Sun Tsu, Sun Tzu, Sun Tse, * um 500 v. Chr. in Wu) war ein chinesischer General, Militärstratege und Philosoph.

Sein Buch „Die Kunst des Krieges“ gilt als frühestes Buch über Strategie und ist bis zum heutigen Tage eines der bedeutendsten Werke zu diesem Thema.

Der Inhalt der 13 Kapitel:

  1. Planung (Strategie)
  2. Über die Kriegskunst (Kriegsführung)
  3. Das Schwert in der Scheide (Angriff mit Strategie)
  4. Taktik (Disposition militärischer Stärke)
  5. Energie (Nutzung der Kraft)
  6. Schwache und starke Punkte (Schwächen und Stärken)
  7. Manöver (Kampf um die Initiative)
  8. Taktische Varianten (Neun Varianten der Taktiken)
  9. Die Armee auf dem Marsch (Marsch)
  10. Terrain (Gelände)
  11. Die neun Situationen (Neun Varianten der Gebiete)
  12. Angriff durch Feuer (Feuerangriff)
  13. Der Einsatz von Spionen (Wissensbeschaffung)

Sunzis Buch ist im Gegensatz zum europäischen Pendant Vom Kriege von Carl von Clausewitz recht dünn, aber nicht weniger aussagekräftig. Sunzi verzichtet auf lange Argumentationsketten und Begründungen und stellt seine Ansichten eher in der Form von Postulaten und Aphorismen dar, was dem typisch chinesischen Stil entspricht. Seine Auffassung zum Krieg wurde oft in Gegensatz zu Clausewitz gesetzt, vor allem von dessen bekannter wissenschaftlicher Definition des Krieges (Erster Teil, Erstes Buch (Über die Natur des Krieges), erstes Kapitel (Was ist der Krieg?), Überschrift des 24. Absatzes): Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, während Sunzi mit der Mahnung beginnt, dass der Krieg ein großes Wagnis sei, Ausgangspunkt für Leben und Tod, Weg zum Weiterbestehen oder zum Untergang.

Jedoch wird nach anderer Ansicht Clausewitz damit aus dem Zusammenhang gerissen, denn die eigentliche Essenz des berühmten Lehrsatzes sei die, dass Krieg nur einem politischen Ziel dienen darf und nach dem Erreichen des Ziels beendet werden muss, da Krieg keinen eigenen Wert hat. Somit stünden die beiden Autoren in gewisser Harmonie.

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